Reisen in Nachtzügen

Reisen in Nachtzügen: Wagentypen & die besten Tipps

Nachtreisezüge bieten eine gute Möglichkeit, um große Strecken – auch im internationalen Verkehr – zurückzulegen. Auf dieser Seite findest Du allgemeine Infos zu Nachtzügen und Reisetipps für die nächtliche Reise.

Wagen

Im Nachtreiseverkehr kannst Du in der Regel zwischen den nachfolgend aufgeführten Wagentypen wählen. Informationen zu den Wagenmodellen der ÖBB Nightjet-Züge findest Du unter nightjet.com. Auf der Seite nightjet.com findest Du auch eine Streckenübersicht für Mitteleuropa.

Schlafwagen

Der Schlafwagen ist der Wagen mit dem höchsten Komfort (und dem höchsten Preis). Er bietet Abteile unterschiedlicher Größe, zur Einrichtung gehören Betten mit Bettwäsche und eine Waschgelegenheit. Üblicherweise werden für die Abteile folgende Bezeichnungen verwendet:

  • Single (1 Bett, meist jedoch ein einzeln belegtes Double-Abteil)
  • Double (2 Betten, übereinander, Auswahl oben/unten bei der Buchung möglich)
  • T3 (3 Betten)
  • T4 (4 Betten, in Deutschland und der Schweiz nur bei Doppelstock-Schlafwagen)

Darüber hinaus gibt es teilweise auch Abteile mit eigener Dusche und WC, die unter Bezeichnungen wie „Deluxe“ oder „Gran Clase“ angeboten werden. Deluxe-Abteile erfordern einen Fahrschein der ersten Klasse. Je nach Wagentyp gibt es auch Abteile, die durch Verbindungstüren vergrößert werden können. Einige Bahnen bieten im Schlafwagen auch weitere Serviceleistungen an wie kostenlose Getränke, einen Weckdienst, Kosmetikartikel, ein Frühstück oder Tageszeitungen. Die Schlafwagen werden in den Wagenreihungen mit dem Kürzel WL bezeichnet.

Liegewagen

Der Liegewagen besteht aus Abteilen, deren Sitze nachts in ein einfaches Bett (Pritsche) umgeklappt werden können. Pro Abteil gibt es 4 bis 6 Liegen, dabei befinden sind jeweils 2 oder 3 Liegen übereinander. Liegewagen haben einen niedrigeren Komfort als Schlafwagen, außerdem ist die Privatsphäre geringer. Im Liegewagen stehen üblicherweise neben Toiletten auch zusätzliche Waschräume zur Verfügung. Eine Reise im Liegewagen ist preiswerter als im Schlafwagen.

Ruhesesselwagen

Der Ruhesesselwagen besteht aus einem Großraumwagen, der mit speziellen verstellbaren Ruhesesseln ausgestattet ist. Die Reise im Ruhesesselwagen ist in der Regel etwas teurer als im Sitzwagen. Dafür bietet sie aber auch mehr Platz und bessere Schlafposition als zum Beispiel in einem Flugzeug.

Sitzwagen

Sitzwagen sind die Wagen mit dem niedrigsten Komfort und dem niedrigsten Preis. Es handelt sich in der Regel um Abteilwagen mit 6 Sitzplätzen pro Abteil. In manchen, vor allem älteren Abteilwagen (z.B. Hamburg <-> Wien) können die Sitze zu einer zusammenhängenden Liegefläche umgebaut werden. Das andere Extrem sind Abteile, wo sich die Sitzfläche nur um ca. 10 cm nach vorne schieben lässt.

Tarife

Für Nachtreisezüge gibt es in der Regel zwei Tarifmodelle, entweder die Kombination aus einem normalen Streckenfahrschein und einem Aufpreis für die jeweilige Komfortkategorie oder ein Globalpreis. Bitte beachte, dass in einigen Ländern für die Schlafwagennutzung ein Fahrschein erster Klasse erforderlich ist.

Die besten Tipps zur Nachtzugreise

  • Ohrenstöpsel leisten Ihnen unterwegs gute Dienste, denn durch Fahrgeräusche, nächtliche Rangierarbeiten, die Klimaanlage und Geräusche anderer Fahrgäste hast Du sonst vielleicht nur eine eingeschränkte Nachtruhe.
  • Deponiere Wertsachen wie Geldbeutel oder Laptop nicht in den leicht zugänglichen Netzen bzw. auf dem Tisch, sondern lege sie in den Schlafsack hinein oder unter die Beine.
  • Packe bequeme Kleidung ein. Für den Gang zur Toilette sind Slipper oder Hausschuhe praktisch.
  • Packe dein Gepäck so, dass für die Reise wichtige Utensilien wie Zahnbürste, Wasser und Pyjama griffig sind. Ihre Mitreisenden werden wenig erfreut sein, wenn du deren Nachtruhe durch das Hantieren mit Koffern und Taschen stören musst.
  • Halte bei grenzüberschreitenden Nachtzugfahrten Ihre Ausweispapiere bereit. Diese werden freundlicherweise im Schlaf- oder Liegewagen (wie die Fahrkarte und ggf. die davon getrennte Schlaf-/Liegewagenreservierung) vom Zugpersonal eingesammelt, damit du bei der (Grenz)kontrolle nicht geweckt werden müssen. Praktischerweise ist das Einsammeln der Ausweispapiere im Schengenraum normalerweise nicht mehr erforderlich, aber die Fahrkartenkontrollen der einzelnen Eisenbahngesellschaften gibt es nach wie vor. Am nächsten Morgen erhältst du deine Fahrausweise und Ausweispapiere zurück. Die Betreuer sind sehr sorgfältig, bitte kontrolliere trotzdem, dass du alle Papiere zurückerhältst, auch die Fahrkarten, falls du sie für die Weiterreise oder die Steuer noch benötigen.
  • Informieren dich vor der Fahrt, ob der Zug einen Speisewagen führt und ob dieser während der ganzen Fahrt oder nur auf Teilstrecken verfügbar ist, da er unterwegs beim Rangieren abgekoppelt wird. So kannst du dich ggf. mit Proviant eindecken. Getränke werden üblicherweise die ganze Nacht lang von den Betreuern verkauft.
  • Erfahrene Nachtzugreisende packen Augenmasken oder leicht ablösbares Klebeband wie Kreppband in ihr Reisegepäck, um störende Lichtquellen wie den Türschlitz oder das Bettlicht ausblenden bzw. abkleben zu können.
  • Bei der DB verfällt auch in Nachtzügen die Reservierung, wenn ein Platz nicht (binnen 15 Minuten) eingenommen wird. Begebee dich deshalb zuerst an den Platz und warte dort, bis du vom Betreuer registriert wurdest, bevor du in den Speisewagen gehst. Andernfalls könnte es passieren, dass Ihr Platz an einen anderen Fahrgast vergeben wird.
  • Bei einer Reise im Liege- oder Schlafwagen sollten Personen ab gut 180cm eine Liege auf Höhe des Fensters erwägen, da dieses bei den meisten Waggon-Typen ein paar Zentimeter weniger weit ins Abteil ragt als die Wand, so dass man gerade ausgestreckt liegen kann.
  • Bei einer Reise im Ruhesessel- oder Sitzwagen solltest du bei der Reservierung die Platzwahl vom Zeitpunkt des Zustiegs abhängig machen. Wenn du erst spät einsteigst, ist es besser, einen Gangplatz zu wählen, so musst du keine Mitreisenden wecken, um an deinen Platz zu kommen. Ein Gangplatz ist auch dann zu empfehlen, wenn du häufiger zur Toilette musst.
  • Im Nachtzug kann die Nachtruhe sehr früh enden, je nach Ankunftszeiten des Zuges und Aufstehzeit Ihrer Mitreisenden. Wenn sie lieber länger schlafen oder liegenbleiben wollen, wähle die oberste Liege, da dort weniger Licht einfällt und die Liege nicht zum Sitz umgeklappt wird.
  • Während die Bewegungen des fahrenden Zuges für manche Menschen beruhigend und einschläfernd wirken, haben andere Reisende Schwierigkeiten, in der ungewohnten Umgebung in den Schlaf zu finden bzw. morgens bei dicht aufeinander folgenden Zielbahnhöfen weiter zu schlafen. Lassen dich ggf. von einem Arzt oder in einer Apotheke über beruhigende und entspannende Mittel für eine Nachtzugreise informieren.
  • Wundere dich nicht über die im Vergleich zu Tageszügen langen Fahrzeiten. Zum einen haben nachts auf vielen Strecken Güterzüge Vorrang, zum anderen ergeben sich auch längere Aufenthaltszeiten durch das Rangieren von Kurswagen. Die längeren Fahrzeiten sind nicht zuletzt auch im Interesse der Fahrgäste, um nicht zu nachtschlafender Zeit am Ziel anzukommen.
  • Falls du nachts aussteigst, um dir die Beine zu vertreten, informiere dich, wann und von welchem Gleis dein Zug/Wagen abfährt. Manchmal „verschwindet“ Ihr Wagen für die Zusammenstellung von Kurswagen für viele Minuten aus dem Bahnhof und fährt dann oft auch von einem anderen Gleis ab, als er angekommen ist. Es gibt auch Betriebshalte, an denen das Ein- und/oder Aussteigen nicht offiziell dokumentiert ist, aber natürlich wissen die Eisenbahner Bescheid. Wenn du eine offizielle Abfahrtszeit und -Gleis weißt, die noch nicht erreicht ist, keine Panik! Nicht auf den anfahrenden Zug aufspringen, sondern zum Abfahrtsgleis gehen und warten, bis er dort wieder ankommt.

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So haben andere Fahrgäste refundrebel erlebt

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