Fahrgastrechte

Zugverspätung, Zugausfall, Anschlusszug verpasst

Deine Rechte auf Basis der europäischen Verordnung (EG) 1371/2007.

Bei Fahrgastrechten handelt es sich um Ansprüche wegen Verspätung oder Ausfall von Zügen. Sie gelten seit dem Inkrafttreten der europäischen Verordnung (EG) 1371/2007 über die Rechte und Pflichten der Fahrgäste im Eisenbahnverkehr am 3. Dezember 2009. Diese sind einheitlich im Eisenbahnverkehr in Deutschland und in Europa und räumen den Reisenden gleiche Rechte bei allen Eisenbahnunternehmen ein.

Die Fahrgastrechte können bis zu einem Jahr rückwirkend geltend gemacht werden und gelten auch im Falle von Streiks, Unwettern, Personenschäden und technischen Problemen.

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Zugverspätung, Zugausfall, Anschlusszug verpasst

Die Reisekette ist entscheidend!

Die Fahrgastrechte gelten ausschließlich bei Störungen im Eisenbahnverkehr. Der Eisenbahnverkehr umfasst alle Züge von der S-Bahn über den Regionalverkehr bis zum ICE, unabhängig davon, von welchem Eisenbahnunternehmen sie betrieben werden. U-Bahnen, Straßenbahnen, Busse oder Oberleitungsbusse fallen nicht hierunter.

Für die Prüfung der Entschädigungsvoraussetzungen ist die sogenannte Reisekette entscheidend. Wenn du beispielweise eine Reise von Heidelberg nach Hamburg gebucht hast und dafür eine durchgehende Fahrkarte besitzt, dann entspricht dies einer Reisekette. Es spielt dabei keine Rolle, ob du unterwegs verschiedene Eisenbahnunternehmen nutzt, solange dein Ticket für die gesamte Strecke gilt.

Du musst hier also beachten, dass jedes einzelne Ticket einen separaten und eigenständigen Beförderungsvertrag darstellt. Solltest du z.B. mehrere Fahrkarten von unterschiedlichen Bahnunternehmen für deine Reise genutzt haben, dann könnte es sein, dass deine Fahrgastrechte ausgeschlossen sind. Aber keine Sorge: wir prüfen das für dich im Einzelnen!

Wir raten jedem Reisenden deshalb dazu, die Bahnreise bei einem Bahnunternehmen mit einem Ticket geltend für die gesamte Reise zu buchen, damit nur eine einige durchgehende Reisekette vorhanden ist. Hier steht deine Chancen für eine Entschädigungszahlung im Falle von Zugausfällen und Zugverspätungen am Besten.

Höhe der Entschädi­gung

Die Höhe der Entschädigung ist von vielen Dingen abhängig. Hier findest du eine kompakte Übersicht.

Normale Fahrkarten

Vorfall Fahrpreis-Rückerstattung
Ab 60min. Verspätung 25%
Ab 120min. Verspätung 50%
Nichtantritt / Abbruch der Reise 100%

Zeitfahrkarten

Fahrkartentyp 2. Klasse1. Klasse
Zeitfahrkarten des Nahverkehrs 1,50€ 2,25€
Zeitfahrkarten des Fernverkehrs 5€ 7,50€
Bahncard 100 10€ 15€

Erstattung Taxi, Bus & Co.

Erstattung Hotelkosten

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Nichtantritt / Abbruch

Ja, du kannst unter Umständen von deiner Reise zurücktreten!

Bei einer zu erwartenden Bahn Verspätung am Zielbahnhof von mehr als 60 Minuten (z.B. auf Grund einer Verspätung oder Zugausfall) kannst du vor Fahrtantritt von deiner Reise zurücktreten bzw. die Fahrt unterwegs abbrechen und zu deinem Startbahnhof zurückkehren, wenn die Fahrt nach deinen ursprünglichen Reiseplänen sinnlos geworden ist. In diesen Fällen kannst du dir den vollen Fahrpreis erstatten lassen (100% Rückerstattung inkl. Sitzplatzreservierung). Alternativ kannst du Deine Reise an einem Unterwegsbahnhof abbrechen und dir den Anteil des Fahrpreises für den nicht genutzten Anteil erstatten lassen.

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Reservierter Sitzplatz nicht verfügbar

Dein reservierter Sitzplatz stand nicht zur Verfügung – 100% Rückerstattung!

Wenn du einen Sitzplatz gebucht hast und dieser auf Grund von Bahnverschulden nicht zur Verfügung stand, dann hast du einen Anspruch auf 100% Rückerstattung deiner Reservierungskosten.

Typische Beispiele für Bahnverschulden sind u.a. Wagen wurde nicht bereitgestellt, deine reservierten Plätze waren nicht vorhanden oder nicht nutzbar, deine reservierten Plätze konnten wegen Zugverspätung/Anschlussverlust nicht genutzt werden.

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Ausfall der 1. Klasse

Die Wagen der 1. Klasse standen nicht zur Verfügung und du musstest in der 2. Klasse reisen.

Du hast ebenfalls einen Anspruch auf eine Entschädigung, wenn du ein Ticket der 1. Klasse gebucht hast, du aber in der 2. Klasse reisen musstest. Dies kommt zum Beispiel dann vor, wenn die Wagen der 1. Klasse gestrichen wurden, weil das Bahnunternehmen einen Ersatzzug gestellt hat.

Dieser Anspruch ist leider nicht gesetzlich geregelt. Allerdings finden sich in den vertraglichen Beförderungsbedingungen der Bahnunternehmen häufig entsprechende Klauseln, die dir einen Anspruch auf Entschädigung einräumen. Wir prüfen dies natürlich für dich!

Die Entschädigungshöhe ist abhängig von deiner Ticketart und vom Bahnunternehmen. Teilweise bekommst du eine pauschale Entschädigung zugesprochen und teilweise wird dir die Differenz zur 2. Klasse gutgeschrieben.

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